Der Eiskunstlauf

Der Eiskunstlauf ist in Europa erst seit dem 18. Jhd. gesellschaftsfähig. Man weiß aber, dass schon im 13. Jhd. das Eiskunstlaufen im kleinen Stil bekannt war. Mit seinen aufwendig gearbeiteten Kostümen und den fantastischen Geschichten, die während der Shows erzählt werden, gehört sicher zu den schönsten Eissportarten. Von nationalen und internationalen Wettkämpfen, sowie den olympischen Spielen, ist diese Sportart kaum noch wegzudenken.

Man unterteilt das Eiskunstlaufen in vier Disziplinen: Einzellaufen, Paarlaufen, Eistanzen und Synchroneiskunstlauf. Trotz der Unterschiede haben sie doch alle etwas gemeinsam. Jeder Lauf erfordert Kraft, Beweglichkeit und Ausdauer der Eiskunstläufer, um die Sprünge, Pirouetten und Schritte kunstvoll und exakt auf dem Eis auszuführen. Immer wieder begeistern sie mit neuen Ideen und Erfolgen Jury und Publikum.

Eiskunstlauf ist eine recht junge Sportart, die ihren Ursprung in Großbritannien hatte. Dort wurde im Jahr 1814 der erste Wettkampf in dieser Sportart ausgeführt. Frauen hatten es lange Zeit schwer, diesen Sport überhaupt ausüben zu dürfen, wobei das Verbot mit sozialen und medizinischen Gründen erklärt wurde. Allein die Vorschriften für die Kleiderordnung machte das turnerische Eiskunstlaufen fast unmöglich.

So hatten Frauen in den Anfängen noch nach der viktorianischen Kleiderordnung zu laufen, was die Bewegungsfreiheit sehr einschränkte. Deshalb führte die Norwegerin Sonia Henie im Jahr 1924 erstmals die kurzen Röcke für die Damen ein, die bis heute nicht aus dem Eiskunstlauf wegzudenken sind. Ansonsten lehnten sich die Kostüme beim Eiskunstlauf an die Mode der jeweiligen Zeit an. So waren in den 70er und 80er Jahren Hosen mit Schlag bei den Herren sehr in Mode, während sich Paare in den 80ern und 90ern glitzernd, in mit Flitter besetzten Kostümen zeigten. Mittlerweile geht die Tendenz dorthin, die Stimmung des Programms bzw. des Themas aufzufangen und die Eiskunstläufer durch Musik, Tanz und Kostüme so sinnlich wie möglich darzustellen.

Die erste Frau, der es 1902 gelang, an einer Herrenweltmeisterschaft im Eiskunstlauf teilzunehmen, war „Madge“ Syers, die in diesem Wettstreit den zweiten Platz erringen konnte.

Eiskunstlauf ist eine der Sportarten für die sich Sportler, Tänzer und Zuschauer immer wieder begeistern, zumal die technischen Möglichkeiten jedem Auftritt mit Licht- und Toneffekten eine atmosphärische Begleitung geben, die die Zuschauer mit hineinnehmen, in die fließenden Bewegungen der Läufer.