Der Eisschnelllauf als Wintersport

Die normale Standardbahn für den Eisschnelllauf ist oval angelegt und 400 Meter lang. Die Kurven müssen eine Krümmung von 180 Grad aufweisen. Die Bahn fürs Eisschnelllaufen ist vier bis fünf Meter breit, sodass problemlos mehrere Läufer nebeneinander starten können. Durch die Breite ergibt sich auf der inneren Laufbahn eine Länge von 25 bis 26 Metern.

Das klingt zunächst so, als hätten die Eisschnellläufer auf der inneren Bahn einen Vorteil gegenüber den äußeren Läufern. Damit dies nicht so ist, müssen alle Läufer in jeder Runde an verschiedenen Punkten die Runde von innen nach außen kreuzen. Dadurch ergibt sich in der Summe der Runden, für alle Läufer eine gleich lange Strecke, und die Chancengleichheit ist wieder hergestellt.

Beim Eisschnelllaufen werden recht hohe Geschwindigkeiten erreicht und daher gilt das Eisschnellaufen auch als die Hochgeschwindigkeitsvariante unter den Eissportarten. Dabei hat sich die Geschwindigkeit mit der die Läufer unterwegs sind seit Einführung des Eisschnelllaufens im Jahr 1763 kontinuierlich gesteigert. Hauptgrund ist dabei vor allem die technische Weiterentwicklung der Ausrüstung (Bekleidung und Schlittschuhe) begründet liegt. So kommen Spitzensportler mittlerweile auf fünfzig bis sechzig Kilometer pro Stunde. Die im Laufe der Jahre verbesserte Beschaffenheit der Laufbahnen, trägt erheblich zur Leistungssteigerung der Eisschnellläufer bei.

Die Bekleidung der Sportler dient, ähnlich wie auch beim Schwimmsport, der aerodynamischen Körperoptimierung und trägt ihren Teil bei zum Erfolg eines Eisschnellläufers. Die optimierten Einteiler, wie wir sie heute kennen, werden allerdings erst seit 1974 eingesetzt. Zuvor waren die Eisschnellläufer mit einer Strumpfhose aus Wolle, einem eng anliegenden Pullover und einer Mütze, die die Ohren bedeckte, unterwegs. Interessant ist es auch zu wissen, dass viele Eisschnellläufer barfuss in den Schlittschuhen stehen, da dies das Kantengefühl verbessern soll.

Die Schlittschuhe des Läufers sind nicht zu vergleichen, mit den Schlittschuhen, die man für den normalen Gebrauch im Handel bekommt. Es handelt sich um spezielle Schnelllaufschlittschuhe mit langen Kufen, die auch als „Brotmesser“ bekannt sind. Traditionell waren diese Schlittschuhe aus Ziegenleder gefertigt, werden aber heute nur noch Kunststoff gearbeitet.

Seit 1997 wird vermehrt mit Klappschlittschuhen gefahren, mit denen sich der Sportler besser abstoßen und seine Kraft effizienter ausnutzen kann. Das Eisschnelllaufen ist eine internationale Disziplin, in der Sportler aus aller Welt gegeneinander antreten. Das bekannteste Turnier sind die Olympischen Winterspiele, aber auch Europameisterschaften und Weltcups werden über verschiedene Strecken ausgetragen.

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